Sauna-Irrtümer - wie Sie richtig saunieren

 

Erholung vom Alltagsstress und Entspannung in der Sauna stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern hat positive Auswirkungen auf den Körper.

Doch nur wer richtig sauniert, kann die volle Wirkung des Schwitzens ausschöpfen und sich etwas Gutes tun.

 

Die BKK Essanelle und Frenzel räumen daher mit den sieben häufigsten Sauna-Irrtümern auf:

 

1. Je heißer, desto besser

Falsch: Die Immunabwehr wird besser durch exzessives Schwitzen gestärkt

 

Schwitzen ist zwar richtig, die Immunabwehr wird jedoch erst durch die richtige und ausreichende Abkühlung gestärkt. Wer also nur lauwarm abduscht oder gleich nach dem Abduschen ins wohlig-warme Becken springt, schwächt die so genannte "abhärtende" Wirkung. Um einen positiven gesundheitlichen Effekt zu erzielen, muss die Abkühlung durch Frischluft und Kaltwasser stark genug sein. Umgekehrt sind heiße Aufgüsse zwar ein angenehmer Hitze-Kick, sind aber nicht unbedingt ein Gesundheits-Plus. 


2. Nach der Sauna entspannt in den Whirlpool

Falsch: Nach der Sauna ist es sinnvoll, einen Whirlpool oder ein heißes Solebecken zu besuchen

 

Nach dem Saunagang sollte unbedingt ausreichend abgekühlt werden, bevor die nächste Wärme-Anwendung besucht wird. Nur so wird die Immunabwehr gestärkt. Den Wenigsten ist bewusst: Auch bei Whirlpool oder warmen Thermalwasser handelt es sich um Wärme-Anwendungen, die ebenso wie die Sauna die Körpertemperatur erhöhen. Wer zwischendurch nicht ausreichend abkühlt, belastet den Kreislauf oft zu stark und reduziert so die positiven Effekte. Auch bei hohen Außentemperaturen im Sommer sollte man diese immer wieder währende Sauna-Regel berücksichtigen.

 

3. Feuchtwarme Bäder erzielen bessere Effekte
Falsch: In der feuchtwarmen "Bio-Sauna" oder im Sanarium schwitzt man besser als in der Sauna

 

Sowohl "Bio-Sauna" als auch Sanarium sind feuchtwarme Bäder. Die Temperatur beträgt im Gegensatz zur Sauna lediglich circa 45°C bis 60°C, die Luftfeuchtigkeit hingegen hohe circa 40 bis 60%. Im Vergleich zur klassischen Sauna schwitzt der Körper hier jedoch nicht besser oder mehr. Das was bei diesen Anwendungen auf der Haut spürbar wird, ist nicht der Schweiß, sondern ein Feuchtigkeitsfilm, der sich durch die hohe Luftfeuchtigkeit bildet und auf der Haut absetzt.

 

4. Saunieren trocknet die Haut aus

Falsch: Die trockene Sauna trocknet die Haut aus, während im Dampfbad die Haut mit Feuchtigkeit versorgt wird

 

Auch die Sauna verstärkt die Durchblutung und sorgt so für eine bessere Versorgung der Haut mit Feuchtigkeit. Eine Studie der Dermatologischen Klinik in Jena hat ergeben: Regelmäßiges Sauna-Schwitzen "trainiert" die Haut und trocknet danach sogar weniger aus. Der hauteigene Säureschutzmantel wird gestärkt und so verhindert, dass beim Schwitzen zu viele Mineralstoffe verloren gehen. Regelmäßiges Saunieren erhöht bewiesenermaßen die Wasserspeicherkapazität der Haut und hält sie feucht. Auch bei Akne-Erkrankungen kann der Gang in die Sauna helfen. Denn der auf der Haut entstandene Talg kann besser abfließen.

 

5. Nach der Sauna sind Pflegeprodukte nötig

Falsch: Nach der Sauna sollte man sich noch mit Duschgel abduschen, um den Schweiß abzuwaschen.

 

Der ph-Wert wird durch das Saunieren so gut wie nie gestört. Außerdem wird die Haut porentief gereinigt. Duschgel und Seifen können diesen Vorgang der natürlichen Reinigung stören. Nicht umsonst, war das Schwitzbad ursprünglich auch ein Reinigungs-Bad. Falls der Saunagänger nicht auf Pflegeprodukte nach der Sauna verzichten möchte, sollte zu einem ph-hautneutralen Produkt gegriffen werden, um den Säureschutzmantel nicht sofort zu zerstören.

 

6. Nicht jeder kann in der Sauna schwitzen

Falsch: Es gibt Menschen, die schwitzen einfach nicht gut und sind für die Sauna nicht geeignet

 

Regelmäßiges Saunieren trainiert auch das Schwitzen. Nach mindestens drei bis sechs Saunabesuchen (1-mal pro Woche) stellt sich bei den meisten Menschen ein solcher Effekt in. Dabei sollte man nicht unbedingt ins feuchtwarme Bad wie zum Beispiel die Bio-Sauna gehen. Auch Anfänger können sofort die trockene Sauna besuchen. Wem es zu heiß ist, der sollte sich auf die unterste Bank setzen. die Schweißproduktion wird bereits nach kürzester Zeit aktiviert. Häufig merkt man dies zunächst nicht, weil der Schweiß in den ersten Minuten direkt verdunstet und er erst später in Tropfen auf der Haut verbleibt.

 

7. Nach dem Schwitzen im Kneippschen Fußbad abkühlen

Falsch: Nach der Sauna sollte man ein Kneippsches Fußbad mit heißem und kaltem Wasser im Wechsel nehmen

 

Kneippsche Fußbäder mit einem Wechsel heiß-kalt können im Winter zwar vor Erkältungen schützen und gegen kalte Beine und Füße helfen, sind aber in Kombination mit Sauna-Gängen nicht geeignet. Nach der Sauna sollte nur ein lauwarmes Fußbad, das die Wärme aus dem Körper zieht, in jedem Fall aber außerdem ein kalter Ganzkörper-Guss zur Abkühlung genommen werden.

 

Quelle: http://www.medizin-aspekte.de

 

 

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